Hartwig Lorenz, der 3. Beigeordnete der VG wird Bauernopfer
„Es gibt eine gewisse Unzufriedenheit mit dem dritten Beigeordneten. Es fehlt an Präsenz und an Fachkompetenz“. So der SPD-Fraktionssprecher Geertsen.
Josef Claude, Fraktionssprecher der FDP stellt fest, dass Herr Geertsen sich mit dieser Aussage selbst disqualifiziert. „Lorenz ist Dipl.-Ing. der Fachrichtung Bauingenieurwesen, er hat sein Diplom an der Technischen Universität Braunschweig abgelegt. Er war insgesamt 16 Jahre Amtsleiter im höheren bautechnischen Verwaltungsdienst von zwei kommunalen Gebietskörperschaften in Niedersachen, bei einem Landkreis und einer Großstadt. Danach ging er als Geschäftsführer zu einem Beratungsunternehmen in die freie Wirtschaft. Jetzt ist er als Freiberufler tätig.“
So viel zu der fehlenden Fachkompetenz. Es scheint mehr die falsche Parteizugehörigkeit und die vorhandene Fachkompetenz zu sein, die eine Mitarbeit in der Verwaltung unmöglich macht. Scheinbar stören vorhandene Fähigkeiten bei Präsenz vor Ort beim anstehenden verwaltungsinternen schwarz-roten Gekungel.
Die Bildung von nur zwei Geschäftsbereichen durch das neue Bündnis spricht aber nicht gerade dafür, dass hier nach fachlicher Qualifikation gefragt wird, sollen doch die beiden vorhandene Beigeordneten, der Jurist und der Verwaltungsbeamter i.R., diese Aufgaben mit übernehmen. Bei beiden kann von fehlender Fachkompetenz ja in keinem Falle gesprochen werden, da sie im Bau- und Planungssektor jeder auf seine Art, so z. B. in der Wohnbau Oppenheim, auf „langjährige Erfahrung“ zurückblicken können, oder?
Warum waren eigentlich die 3 Geschäftsbereiche nötig als Herr Geertsen selbst noch Beigeordneter war, wenn die Arbeit auch von zwei Personen erledigt werden kann? Die neuen Beauftragten übernehmen jedenfalls keine Aufgaben aus der klassischen Verwaltungsstruktur. Vielmehr ist die Konversion bisher durch den Bürgermeister wahr genommen worden, die übrigen Aufgaben nimmt die VG zusätzlich wahr.
In den neuen Betätigungsfeldern scheint es besonders darum zu gehen, VG-Mittel in Sonderprojekte wie die Konversion, den Bahnhofsumbau und die Sportstättenförderung fließen zu lassen, die so nicht in der früheren Koalition hätten umgesetzt werden können.
Um also bei der Wahrheit zu bleiben, es geht um den 3. Beigeordneten. Ja, für „Schwarz-Rot“ ist er zu viel, er stört, er muss weg und außerdem hat er noch die falsche Farbe und ist vom Fach! Wenn dem so ist, meine Herren, dann sagen Sie es bitte auch so – klar und nicht verklausuliert.Wir, die FDP und auch ihre Wähler, können damit umgehen und ihre Erfahrungen machen, wie es dann bei der nächsten Wahl „zusammengehen“ wird.





